Bereits im ersten Durchgang schockierte das junge Magdeburger Team die abgezockten Potsdamer Gastgeber. In einem offenen Schlagabtausch erspielten sich die Gäste zum Satzende hin eine (scheinbar) sichere 22:18-Satzführung. Durch einige Wackler in der Annahme ermöglichte man den Hausherren aber noch den 23:23-Ausgleich. Doch der USC-Sechser ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und konterte eiskalt zum 25:23-Satz-erfolg.
Umso erstaunlicher, wie der USC diese "Klatsche" im vierten Satz wegsteckte und mit dem souveränen 25:19 den Entscheidungssatz erzwang. Besonders Evgenij Ziskins, Magdeburgs Bester an diesem Abend, steuerte nicht zur zahlreiche Punkte im Angriff bei, sondern glänzte auch bei der Annahme und in der Feldverteidigung.
Statt dessen steigerten sich die Hausherren enorm in der Feldabwehr und auf der Gegenseite schwächelte man wieder in der Ballannahme, so dass dem Potsdamer Jurisch fünf (!) Punkte in Folge zur eigenen 8:7-Führung gelangen.
Auf Grund des Fehlens einiger Spieler oder der Tatsache, dass Kliefoth und Lautenschläger nur gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gehen konnten, könnte man noch nach Ausreden suchen. Fakt ist aber, dass sich die Mannschaft gut verkauft hat und das "Ding" selber in der Hand hatte. In kämpferischer Hinsicht hat sich das Team auf jeden Fall hervorragend präsentiert. Trotz der verpassten Pluspunkte sollten die positiven Aspekte dieses Spiels gegen ein gestandenes Team der Liga überwiegen, zumal man in den letzten Jahren meist mit einer 0:3-Packung nach Hause gefahren war.
Von Hendrik Oelze
Quelle: www.volkssstimme.de