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Magdeburg. Mit hängenden Köpfen saßen die Magdeburger Spieler nach dem Schlusspfiff auf der Bank, frustriert ob der vergebenen Möglichkeiten nach einer 7:3-Führung im Tie-break. In der Volleyball-Regionalliga Nordost unterlag man nach großem Kampf Gastgeber USV Potsdam mit 2:3 Sätzen.

Bereits im ersten Durchgang schockierte das junge Magdeburger Team die abgezockten Potsdamer Gastgeber. In einem offenen Schlagabtausch erspielten sich die Gäste zum Satzende hin eine (scheinbar) sichere 22:18-Satzführung. Durch einige Wackler in der Annahme ermöglichte man den Hausherren aber noch den 23:23-Ausgleich. Doch der USC-Sechser ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und konterte eiskalt zum 25:23-Satz-erfolg.

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Dass Potsdam sein Pulver noch längst nicht verschossen hatte, zeigten dann die Durchgänge zwei und drei. Auf Magdeburger Seite häuften sich die Eigenfehler. Besonders die Annahme sollte an diesem Abend das Zünglein an der Waage sein, was sich beim 19:25 im zweiten Satz schon andeutete und dem Fehlerfestival beim 10:25 (!) aus Magdeburger Sicht im Folgedurchgang in eklatanter Weise noch verstärkte.

Umso erstaunlicher, wie der USC diese "Klatsche" im vierten Satz wegsteckte und mit dem souveränen 25:19 den Entscheidungssatz erzwang. Besonders Evgenij Ziskins, Magdeburgs Bester an diesem Abend, steuerte nicht zur zahlreiche Punkte im Angriff bei, sondern glänzte auch bei der Annahme und in der Feldverteidigung.

Und auch im Entscheidungssatz schienen die Gäste nicht von der Erfolgsspur abzubringen. Nach dem 1:2-Rückstand setzte sich der USC vor allem durch eine gute Blockarbeit über 5:2 sogar auf 7:3 ab. Doch der achte Punkt zum letzten Seitenwechsel wollte den Magdeburgern nicht gelingen.

Statt dessen steigerten sich die Hausherren enorm in der Feldabwehr und auf der Gegenseite schwächelte man wieder in der Ballannahme, so dass dem Potsdamer Jurisch fünf (!) Punkte in Folge zur eigenen 8:7-Führung gelangen.

In der nun folgenden Nervenschlacht glichen die Gäste bis zum 13:13 zwar immer wieder aus. Neben der wackligen Annahme waren es nun auch zwei, drei kleine taktische Feinheiten im Angriffsaufbau, die dem USC-Sechser den Satz und damit das Spiel kostete – womit sich die junge Truppe selbst um den verdienten Lohn brachte.

Auf Grund des Fehlens einiger Spieler oder der Tatsache, dass Kliefoth und Lautenschläger nur gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gehen konnten, könnte man noch nach Ausreden suchen. Fakt ist aber, dass sich die Mannschaft gut verkauft hat und das "Ding" selber in der Hand hatte. In kämpferischer Hinsicht hat sich das Team auf jeden Fall hervorragend präsentiert. Trotz der verpassten Pluspunkte sollten die positiven Aspekte dieses Spiels gegen ein gestandenes Team der Liga überwiegen, zumal man in den letzten Jahren meist mit einer 0:3-Packung nach Hause gefahren war.

Von Hendrik Oelze

Quelle: www.volkssstimme.de

 

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