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USV Potsdam schuldlos im Aufstiegsstrudel - Zuspieler Kuss unter Verdacht der Manipulation

USV Potsdam schuldlos im Aufstiegsstrudel - Zuspieler Kuss unter Verdacht der Manipulation

Nachdem die Wriezener bei Ihrem Gastspiel in Potsdam schon auffällig unter ihrem Leistungsvermögen blieben und sich am Ende, sportlich fragwürdig, mit direkten Eigenfehlern und Kartensammeln gegen die vom USV angebotenen Punkte zur Wehr setzten, gab es für die Altmeister an diesem Wochenende die nächsten unerwünschten Punkte. Dabei sah es beim Auswärtsspiel gegen die Mannschaft vom BVV nach einer ganz normalen Angelegenheit aus: diverse Ausfälle auf allen Positionen wurden provisorisch mit Urlaubern und Rehapatienten aufgefüllt, Trainer Thomas Krüger hatte die Zettel fürs Aufstellungsbingo vorbereitet und die hopfenhaltigen Erfrischungsgetränke waren vorgekühlt. Kritische Beobachter wurden das erste Mal argwöhnisch, als Lars "The Emotional Leader" Hurtig trotz wichtigster privater Termine (die Nachbarn hatten zum Tee geladen) kurzfristig seine Teilnahme zusagte, aber angesichts der weiterhin prominent besetzten Vermisstenliste herrschte noch Ruhe. Eine trügerische Ruhe, wie sich im Laufe des Spiels herausstellen sollte. Auch der Spielbeginn ließ noch nicht erahnen, welch unerwartetes Ende der Spieltag nehmen sollte. Nachdem der Hallensprecher die Seniorengang aus Potsdam durch bedächtiges Vorstellen des Schiedsgerichts, der Mannschaften, der Trainer, der Ballroller, des Hallenwartes, der Netzpfosten sowie dem Vorlesen der Grüße an die Daheimgebliebenen ausgekühlt und schläfrig gemacht hatte, begann diese klassisch mit 2:8 und verhinderte somit routiniert das Blitz-KO im ersten Satz. Die junge Mannschaft des BVV hatte offenbar nicht mit solch einer entschlossenen Gegenwehr gerechnet und verlor folgerichtig Konzept und Spielfluss. Gegen Mitte des Satzes zog der USV dann erst gleichauf und direkt vorbei, angeführt von Zuspieler Mario Kuss, der es schaffte, "Snowboard-Jurisch" wie einen erfahrenen und trainierten Diagonalspieler aussehen zu lassen. Daneben war es über den gesamten Spielverlauf, das konsequente Spiel über die Mitte wo im Besonderen der Eingangs erwähnte Lars Hurtig den gegnerischen Mittelblock immer wieder über- oder unterwand. Ok, nicht weiter schlimm, auch die letzten beiden Spiele gegen den BVV konnte der USV, jeweils 2:0 führend, unaufgeregt verlieren. Entsprechend schenkten die Berliner den zweiten Satz ohne jeglichen Ehrgeiz ab. Durchaus verständlich bei der Historie, allerdings hätte jeder Spieler mit einem Fünkchen Ehre spätestens nach dem dritten Angriffspunkt der Potsdamer Zuspiellegende "Air" Kuss aufgegeben (alternativ wieder am Spiel teilgenommen). Immerhin zweistellig, wenn auch knapp, retteten die jungen Berliner sich am Ende des zweiten Durchgangs und wollten endlich ihr Spiel machen und die nächsten Sätze gewinnen. Potsdam senkte in Erwartung der Berliner Drangphase drastisch das Gewicht ihres Sechsers, Björn Bullert kam für Koloss Reimann. Zwar ging der BVV im dritten Satz direkt in Führung, allerdings schien es eine geheime Absprache des dynamischen Duos Kuss/Hurtig zu geben. Nicht nur, dass der Zuspieler weiterhin selbst Ball um Ball versenkte, er spielte in Zusammenarbeit mit seinem Mittelblocker die Außen oft dermaßen frei, dass diese keine Chance hatten, die einfachen Punkte wegzulassen. Der Satz war gedreht, das Spiel entschieden.Was bleibt sind Fragen nach der Motivation der beiden Routiniers. Am Ende hatte sich der Rest der Mannschaft mit der Unabänderlichkeit des Sieges abgefunden und demonstrierte mit einer kurze, lange Leine Einlage Geschlossenheit nach außen. Im Innern aber dürfte es brodeln und es ist am Trainer, bis zum Derby den Deckel draufzuhalten und den Druck in die richtige Richtung zu lenken. Sollte sich die Situation nach dem Potsdamer Classico nicht ändern, können Vereine, die sich für nächstes Jahr trotz sportlicher Defizite an der Teilnahme der häßlichen Fehlgeburt "Neue Regionalliga" interessieren, ihre Gebote für das Aufstiegsricht an Kassenwart Jurisch einschicken. Kaufpreis ist Verhandlungssache, unabdingbar ist der Abtritt der Busmeilen auf das Potsdamer Reisekonto. (cg)

Highlightübersicht:
Kussi macht bei sechs Versuchen fünf direkte Punkte und keinen Fehler
Jens Reimann düpiert Gegner mit einem verwandelten "Schusspass" mit eigenem Spätstart
Lars Hurtig hat noch Zeit für ein Nickerchen vor seinem Anschlusstermin um sechs

 

Kommentare  

 
+1 #4 Attila 2012-01-24 15:32
Die Nachricht auf der Mailbox verstehe ich nicht. Was heißt hier "Rubikon überschritten"? Ich denke darüber nach, den Mitschnitt zu veröffentlichen - zum Wohle der Öffentlichkeit und im Sinne der Transparenz.
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0 #3 Christian Grapentin 2012-01-23 15:23
Lieber Atti,
sollte Dich meine Meinung zu dieser infamen, unbewiesenen und geradezu boulevardesken Unterstellung interessieren, höre einfach deine Mailbox ab.
MfG, der Autor
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0 #2 Attila 2012-01-23 14:29
Treffend und amüsant, aber wie sich der Autor dem zugegebenermaße r spielfreudigen USV-Zuspieler anbiedert, verstößt gegen jeglichen journalistische n Unabhängigkeits kodex. Ich vermute wulffsche Abhängigkeiten – wahrscheinlich gab es dafür eine günstige All…z-Versicherung oder einen Aktiensparplan.
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0 #1 hobbit 2012-01-22 20:47
mal wieder ein sehr geiler bericht...musste ein paar mal echt schmunzeln...
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