Potsdam gewinnt Fair-Play-Preis, Netzhoppers kommen als Gratulanten
Ein neues Jahr beginnt und der USV macht ernst mit den guten Vorsätzen. Fairer wollte man sein im letzten Sonnenumlauf nach mayanischen Prophezeiungen. Nun glänzte der beste Jahrgang in der Regionalliga Nordost in der Vergangenheit immer wieder und speziell auswärts mit liebevoll überbrachten Punktegeschenken, aber dieses Jahr sollte es einfach mehr sein. Und so entschloss man sich, gegenüber den Kellerkindern aus KW jegliche Wettbewerbsverzerrung, wie sie etwa durch sportliche Betätigung über die Feiertage oder Volleyballtraining in der eigenen Spielhalle entstünden, für mehrere Wochen vor dem Spiel auszusetzen. Auch bei der Aufstellung blieb alles beim Alten - sowohl auf dem Feld als auch auf der Trainerposition rotierte der USV wie gewohnt so stark, dass Prenzlberg sich mit dem Gedanken trägt, in Zukunft einen neuen Vereinsnamen zu tragen.
Doch nicht nur die angereisten Sportler, auch die Schiedsrichter erlebten einen freundlichen und charmant auftretenden USV. Als klar war, dass Andy Scheuerpflug (stellv. Vorsitzender des Debattierclubs der dritten Klasse, 1977, Deutschland-West) das Team des USV als Kapitän auf dem Feld anführen würde, überprüften die Schiedsrichter zwar noch einmal die Symbole ihrer Macht auf Vollständigkeit, trugen dann aber im gesamten Spielverlauf durch gerechte Verteilung ihrer wenigen Fehlentscheidungen (alle gegen die Südostberliner) zu einem ausgeglichenen Samstagnachmittag bei.
Ausgeglichenheit ist denn auch ein weiteres Vorhaben, dass sich der USV Potsdam für 2012 vornahm. Und wie vortrefflich wurde dies umgesetzt. Attila schlug ebensoviele Asse wie Angriffe, Marte glich den zwischenzeitlichen Verlust von Bullrich aus und bewies damit die Ausgewogenheit der Bank und Mario Kuss demonstrierte sein Können mit fast schon aufreizendem Wechsel zwischen Baggerpässen und oberem Zuspiel.
Der Gegner nahm sich, bis auf eine kurze Unkonzentriertheit am Anfang des Spiels, die mahnenden Worte nach dem Hinspielskandal zu Herzen und begegnete dem USV mit dem gebührenden Respekt vor dessen Lebensleistung und darf nach dieser Vorstellung als rehabilitiert gelten. So spielte der USV ein völlig verdientes 3:0 in aller Ruhe nach Hause und freut sich in der kommenden Woche auf die Rückkehr der letzten Urlauber sowie den nahenden TKC Wriezen. Das nächste Fest steht an. (CG)
Viele Grüße
Euer USV