USV in Perfektion: Lange Leine - kurze Leine
Mit einem 3:2 besiegte der USV Potsdam den Lokalrivalen VC Potsdam-Waldstadt. Vor einer schönen Kulisse schonte Trainer Thomas Krüger die erst kürzlich genesenen Andreas Jurisch und Björn Bullert. Die vor vier Wochen als Liberos eingesetzten Heidemann und Hänel bekamen auch eine wohl verdiente Pause um sich von der letzten Auswärtsfahrt in Westpolen zu erholen. „Mir war es ganz lieb nach den Zwanzig Minuten Spielzeit in Wriezen wieder etwas kürzer zu treten“, so Heidemann nach dem Spiel.
Der USV startete mit starken Blocks und fehlerfrei im Angriff. Beim Spielstand von 16:8 für den USV war der Abend eigentlich schon gelaufen und von den Rängen hörte man erste Pfiffe. Manche Waldstadtanhänger drehten ihrem Team den Rücken zu und die ersten Hundert verließen schon die Halle. Da dies nicht im Sinne des USV ist und man gewöhnt ist vor einem vollen Haus zu demoralisieren, besann man sich und munterte die Gäste wieder auf. Mit einem perfekten „lange Leine - kurze Leine“ ließ man den Gastgeber auf 17:17 heran um dann doch noch zu den Sack zuzumachen. Die nächsten Hundert Waldstadtfans verließen also enttäuscht die Heinrich-Mann-Allee. Im zweiten Satz ließ man die WSG ziehen um nicht noch mehr zahlenende Biertrinker zu verlieren. Hier kann man sehen das USV Anhänger treu sind auch wenn es mal nicht so läuft. Edelfan Wüsti war wie immer am lautesten, dabei muss er sich den Platz am Osteria-Tisch schon lange nicht mehr verdienen. Danke Wüsti, dass du immer für uns da bist!
Satz drei und vier verliefen relativ ausgeglichen, ein Grund dafür sicherlich der außerordentlich sicher und nahezu fehlerfrei agierende Libero der WSG. Immer wieder verschaffte er seinen Angreifern zusätzliche Punktchancen. Leider scheiterten besonders die Außenangreifer oft am starken Block um Christian Grapentin. Der ins Spiel gekommenen Attila Dahmann brachte nochmal frischen Schwung mit ins Match und überzeugte ebenso wie sein Mittelbockmitstreiter Lars Hurtig mit guten Blocks und intelligenten Schnellangriffen.
Der fünfte Satz bot den restlichen fünfhundert Zuschauern nochmal einen starken USV, wobei die Kräfte zunehmend nachließen. Doch als ein Mario Kuss noch begann nach fünf gespielten Sätzen zweite Bälle zu verwerten, war auch den letzten verbliebenen WSG Fan klar: In Potsdam regiert nur einer: der USV! Nach dem 2:3 Auswärtssieg freute man sich über das nur für die Zuschauer in die Länge gezogene Punktspiel. Jedoch wusste man schon beim ersten gemeinsamen Freibier, die geschundenen Körper werden sich am Sonntag und auch am Montag melden. Doch was tut man nicht alles um dem Potsdamer Volleyballpublikum attraktiven Männervolleyball zu bieten! Schön das ihr dabei wart.
Viele Grüße Euer USV
Kommentare
Schöner Bericht und so nah am tatsächlichen Geschehen...
Bin doch gerne für euch da!
Danke Marte für die gelungenen Worte!!
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